Ich war schon immer etwas anders, als die anderen...
Die Schulzeit war für mich eine schwierige Zeit: Ich wusste lange nicht, wo ich hingehöre oder wer ich sein möchte... aber eine Sache blieb immer: das Verlangen, Dinge zu kreieren und zu gestalten. So landete ich eher zufällig und mit viel Glück in einem Studium, das genau das vereinte: Virtual Design - ein Studiengang, der aus der Architektur entstand und neben der Visualisierung in 3D auch Themen wie Print-, Web- und Gamedesign umfasste - und das alles nur 30min mit dem Zug entfernt.
Aber ist es jetzt das, was ich wirklich will?
Nach der Ausbildung und Übernahme als Art Direktorin, konnte ich meine gestalterischen Fähigkeiten vertiefen und viele Erfahrungen in der Marketingabteilung eines großen Unternehmens sammeln. Ich habe Prozesse, Effizienz und Genauigkeit schätzen gelernt und was mir besonders wichtig war: ich fühlte mich finanziell sicher und unabhängig! Was ich aber dabei nicht gemerkt habe: ich musste mich dafür in eine Box stecken, die überhaupt nicht zu mir passte. Ich dachte, das ist halt "normal" und der einzige Weg, um erfolgreich zu sein - dabei hatte ich ganz andere Ziele, als Erfolg und viel Geld verdienen.
Ich entscheide mich, es anders zu machen...
Die Lösung für mein Problem scheint klar: ich mache ein Sabatical und entkomme meinem Hamsterrad vorübergehend und komme damit meiner Leidenschaft, die Welt zu entdecken, ein Stück näher. Es fehlt nur noch ein Schritt: Die Erlaubnis vom Arbeitgeber. Als der mir diesen Wunsch jedoch nicht erfüllen kann, mache ich nicht lange rum: ich kündige und erfülle mir so selbst meinen Traum.
Ich erfülle mir einen Traum
3 Monate Kündigungsfrist, viele Gespräche mit der HR und meiner Therapeutin später ist mir eins klar: ich habe die richtige Entscheidung getroffen und starte mit den Vorbereitungen für eine 8-monatige Weltreise. Zusammen mit meinem Partner reise ich mit Bus, Bahn, Schiff und zwei Flügen durch Ost-Europa, Kaukasus, Indien, Nepal und Südost-Asien. Unterwegs dokumentiere ich unsere Reise auf Instagram und merke immer wieder, dass Geschichten überall zu finden sind und oft in den kleinen Momenten geschehen. Diese Erfahrungen prägen meine Arbeit bis heute.
Heute: Vollselbständigkeit von dort, wo es mir gefällt.
Es gab viele Ups and Downs auf meiner Reise in die Selbstständigkeit, doch heute kann ich mit vollster Überzeugung sagen: ich bin froh, dass ich diesen Weg genommen habe. Ich darf jeden Tag mit Kund:innen arbeiten, die meine Arbeit wertschätzen und sie dabei auf ihrem Weg in die Sichtbarkeit unterstützen. Ob das beim Schnitt ihrer Videoprojekte ist, beim Filmen vor Ort oder bei der Planung ihrer Video-Ideen ist. Ich bin so dankbar für die Vielfältigkeit, die mit meiner Selbstständigkeit einher geht und die Freiheit, die sie mir gibt, um von den schönsten Orten der Welt zu arbeiten und trotzdem alle Deadlines einzuhalten.